Orxata an der Costa Blanca: wo du sie in der Provinz Alicante trinkst
Wo trinkst du eine gute Orxata in der Provinz Alicante? Die Chufa, aus der sie gemacht wird, bleibt zu 100 % valencianisch, angebaut in Alboraya unter geschützter Herkunftsbezeichnung, doch die Costa Blanca hat ihre eigene Geschichte mit diesem Getränk: Die fahrenden Eismacher aus Xixona haben es in ganz Spanien verbreitet, und Kultadressen wie die Horchatería Azul in Alicante bereiten es bis heute auf traditionelle Art zu. Hier trinkt man den Sommer kühl, oft als Barrejaet, jener lokalen Mischung aus Horchata und Zitronen-Granizado.
Das Wichtigste in Kürze für Alicante
Die Chufa (auch Tigernuss oder Erdmandel genannt) stammt aus Alboraya bei Valencia, seit 1997 mit geschützter Herkunftsbezeichnung: Die Provinz Alicante baut sie nicht selbst an, hat aus dem Getränk aber eine sommerliche Institution gemacht. Die Horchatería Azul in Alicante serviert es laut Directo al Paladar und El Español seit 1930 handwerklich, mit Chufa vom selben Lieferanten aus Alboraya seit drei Generationen. Die alicantinische Verbindung läuft vor allem über Xixona (Jijona), die Wiege der handwerklichen Eismacher: Jedes Frühjahr ziehen laut CBNoticias und dem nationalen Verband ANHCEA, dessen Sitz in Xixona liegt, rund 2000 Familien aus dem Ort aus, um in ganz Spanien Eisdielen und Horchaterías zu eröffnen. Lokale Spezialität zum Probieren: der Barrejaet, halb Horchata, halb Zitronen-Granizado.
| Merkmal | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Bekannteste Adresse in Alicante | Horchatería Azul, handwerklich seit 1930, Chufa aus Alboraya | Directo al Paladar, El Español |
| Herkunft der Chufa | Alboraya (Valencia), geschützte Herkunftsbezeichnung seit 1997 | Consejo Regulador DO Chufa de Valencia |
| Verbindung zu Alicante | Eismacher aus Xixona, rund 2000 Familien ziehen jedes Frühjahr los | CBNoticias, ANHCEA |
| Lokale Spezialität | Barrejaet: Mischung aus Horchata und Zitronen-Granizado | El Español |
Woher kommt die Orxata, und warum bleibt die Chufa valencianisch?
Die Orxata (auf Kastilisch Horchata) wird aus Chufa hergestellt, einer kleinen Knolle, die fast ausschließlich in der Huerta von Alboraya und Almàssera vor den Toren Valencias angebaut wird, laut Consejo Regulador und dem spanischen Amtsblatt BOE seit 1997 unter der geschützten Herkunftsbezeichnung „Chufa de Valencia”. Man nennt sie auch „das weiße Gold”, weil dieser winzige, empfindliche Anbau untrennbar mit der valencianischen Identität verbunden ist. An der Costa Blanca trinkt man also ein Getränk, dessen Rohstoff aus Valencia anreist: Die besten Häuser in Alicante machen aus dieser Herkunft sogar ein Qualitätsversprechen.
Zur kleinen Geschichte am Rande: Das Wort „horchata” soll laut España Fascinante vom altfranzösischen „orge mondé” abstammen, das im 16. Jahrhundert zu „orgeat” wurde, und eine Legende schreibt das Wort „orxata” einer Antwort von König Jaume I. zu („das ist keine Milch, das ist Gold”), ohne historischen Beleg. Die Chufa selbst soll im Mittelalter über Nordafrika aus Ägypten gekommen sein. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Bioläden kennt, hat das Getränk vielleicht schon als „Tigernussmilch” im Regal gesehen, eine Übersetzung, die dem spanischen Original ziemlich nahekommt.
Welche Verbindung hat die Provinz Alicante zur Horchata?
Sie steckt in einem Namen: Xixona (Jijona), die Turrón-Hauptstadt im Hinterland von Alicante. Weil Turrón traditionell nur wenige Monate vor Weihnachten hergestellt wird, hatten die Familien von Xixona im Frühling und Sommer keine Arbeit. Ihre Lösung: an die Küsten ziehen und Eisdielen eröffnen, wobei sie laut CBNoticias und Made in Jijona Schnee aus den Schneegruben der Sierra de la Carrasqueta nutzten, um Eis und Granizados herzustellen. Diese Eismeister verkauften auch Horchata de Chufa und Leche Merengada und trugen so dazu bei, das Getränk weit über Valencia hinaus bekannt zu machen.
Diese Wanderbewegung besteht bis heute: Jedes Frühjahr verlassen laut ANHCEA, dem nationalen Verband der handwerklichen Eismacher mit Sitz in Xixona selbst, rund 2000 Familien den Ort, um ihre Geschäfte in ganz Spanien zu betreiben. Diese Tradition sorgt dafür, dass eine Orxata im Sommer in Alicante nichts Importiertes ist: Es ist lokales Handwerk, auch wenn die Chufa selbst valencianisch bleibt.
Wo trinkst du eine gute Orxata in der Provinz Alicante?
In der Stadt Alicante ist die Horchatería Azul die Referenz, ein kleines Lokal mit blauen Azulejos ganz in der Nähe des Mercado Central, heute geführt von den Schwestern Mari Ángeles und Inma Sorribes, dritte Generation eines Hauses, das ihre Großmutter Alejandrina Candela aus Monnegre bei Xixona gegründet hat, laut Directo al Paladar. Sie bereiten die Horchata wie schon ihr Vater zu: von Hand gewaschene Chufa aus Alboraya, ein Salzbad, um schlechte Knollen auszusortieren, dann ein Durchgang durch die alte Familienmühle, laut El Español. Das Lokal öffnet nur von Mai bis September und bietet außerdem Granizados aus Mandel, Haselnuss, Joghurt oder Gerste sowie sein berühmtes eisgefülltes Gebäck, das „Bollo”, das man scherzhaft „la hamburguesa del verano” (den Sommerburger) nennt.
| Adresse | Seit | Wo | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Horchatería Azul | 1930 | Calle Calderón de la Barca 38, Alicante | handwerkliche Horchata de Chufa, 3. Generation |
| Die Eismacher aus Xixona | jahrhundertealte Tradition | Xixona (Hinterland von Alicante) | Wiege der wandernden Eismacher und Horchateros |
Für weitere kulinarische Entdeckungen in der Region lohnt sich ein Blick auf unseren Guide zu echtem Reis an der Costa Blanca, oder ein Tagesausflug ins Hinterland von Xixona.
Der Barrejaet: Horchata gegen Zitronen-Granizado?
An der Costa Blanca dreht sich die große Sommerrivalität um Horchata gegen Zitronen-Granizado, wie El Español am Beispiel der Horchatería Azul erzählt. Die Zitronen stammen aus Orxeta, einem Dorf in der Marina Baixa, wo ein Erzeuger sulfatfreie Zitronen mit Bergwasser anbaut, was einen besonders geschätzten Rohstoff ergibt. Viele Menschen aus Alicante wollen sich nicht entscheiden und bestellen einen Barrejaet, halb Horchata, halb Zitronen-Granizado, gut gekühlt serviert. Die Lokale weisen allerdings darauf hin, dass man ihn zügig trinken sollte, da die Horchata gerinnen kann, wenn die Mischung zu lange steht.
Dieses Duo wird zu jeder Tageszeit genossen, auch zum Frühstück, ganz ähnlich wie das Almuerzo, das morgendliche Ritual der Costa Blanca. Der klassische Begleiter bleibt der Fartón, jenes längliche, glasierte Gebäck, das in den 1960er-Jahren in Alboraya entstand und luftig genug ist, um Horchata aufzusaugen, ohne durchzuweichen.
Ist Orxata gesund?
In vernünftigen Mengen genossen, ja. Sie ist laut Horchata Chufi und Naturhouse von Natur aus laktosefrei, glutenfrei, sojafrei und frei von Schalenfrüchten, eine bei Menschen mit Milchunverträglichkeit beliebte Alternative. Die Chufa ist laut Runfit reich an Ballaststoffen, Kalium, Phosphor, Magnesium sowie den Vitaminen E und C, und ihre Fette sind größtenteils einfach ungesättigt, ähnlich denen von Olivenöl. Ein Glas liefert etwa 60 bis 70 Kilokalorien pro 100 Milliliter, die im Handel erhältliche Version ist jedoch oft gesüßt: mit Maß genießen, besonders bei der großen Sommerhitze an der Costa Blanca.
Häufig gestellte Fragen
Wo trinkst du eine handwerkliche Orxata in Alicante?
Die Horchatería Azul, Calle Calderón de la Barca, nahe dem Mercado Central, bereitet sie seit 1930 handwerklich mit Chufa aus Alboraya zu. Geöffnet nur saisonal, von Mai bis September.
Was ist ein Barrejaet?
Eine typisch alicantinische Mischung aus Horchata und Zitronen-Granizado, sehr kühl serviert. Am besten zügig trinken, da die Horchata gerinnen kann, wenn die Mischung zu lange steht.
Wächst die Chufa an der Costa Blanca?
Nein. Die durch die Herkunftsbezeichnung geschützte Chufa wird rund um Alboraya bei Valencia angebaut. Die Provinz Alicante produziert sie nicht, hat aber eine lange Tradition von Eismachern und Horchateros, die in Xixona ihren Ursprung hat.
Warum ist Xixona mit der Horchata verbunden?
Die Familien aus Xixona, der Turrón-Hauptstadt, zogen im Frühling los, um an den spanischen Küsten Eisdielen zu eröffnen, und verkauften dort Eis, Granizados und Horchata de Chufa. Diese bis heute lebendige Wanderbewegung hat das Getränk weit über Valencia hinaus bekannt gemacht.
Quellen
- Directo al Paladar (Horchatería Azul, August 2025) und El Español, Ausgabe Alicante (Juli 2021), zu Adresse und handwerklicher Zubereitung
- CBNoticias und Made in Jijona zur Tradition der Eismacher aus Xixona
- ANHCEA, nationaler Verband der handwerklichen Eismacher mit Sitz in Xixona
- DO Chufa de Valencia (Consejo Regulador) und BOE zur Herkunft
- España Fascinante, Runfit, Horchata Chufi, Naturhouse
Stand: August 2026. Preise, Adressen und Öffnungszeiten können sich ändern, und die Horchatería Azul öffnet nur saisonal: vor Ort direkt nachfragen. Fakten abgeglichen und neu verfasst, nicht aus der Quelle kopiert. The Daily Costa Blanca ist eine KI-gestützte Publikation mit menschlicher Redaktion, die die volle redaktionelle Verantwortung übernimmt.
Le Livre blanc 2026 de l'expat
NIE, empadronamiento, fiscalité, école, logement : tout l'essentiel pour s'installer, réuni dans un guide PDF. Laisse ton e-mail, on te l'envoie.
🎉 Et voilà ! Ton Livre blanc 2026 de l'expat s'ouvre ici :
Ouvrir le Livre blanc 2026Dernière étape pour rejoindre l'aventure : confirme ton inscription dans l'e-mail qu'on vient de t'envoyer.

Réagis à cet article