Monumentale Bäume der Costa Blanca: Ficus, Palmen und uralte Olivenbäume
Die Provinz Alicante beherbergt einige der spektakulärsten Bäume Spaniens: die jahrhundertealten Ficus des Parque de Canalejas mitten in Alicante, den zum Unesco-Welterbe zählenden Palmenhain von Elche und einen uralten Olivenhain in La Vila Joiosa, der als das älteste Lebewesen der Provinz gilt. Hier erfährst du, wo du sie findest und was sie schützt.
Das Wichtigste in Kürze
Der Parque de Canalejas in Alicante beherbergt mehrere monumentale Ficus zwischen 50 und 100 Jahren, angelegt ab 1886. Der Palmeral von Elche, seit dem 30. November 2000 Unesco-Weltkulturerbe, ist der größte Palmenhain Europas. Die Olivera Grossa von La Vila Joiosa, auf rund 1400 Jahre geschätzt, gilt als der älteste Baum der Provinz, auch wenn Wissenschaftler über dieses Alter streiten. Und der Catálogo de Árboles Monumentales y Singulares de la Comunitat Valenciana schützt insgesamt 2439 Bäume, darunter mehrere Dutzend allein in der Provinz Alicante.
| Merkmal | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Ficus im Parque de Canalejas (Alicante) | mehrere Exemplare zwischen 50 und 100 Jahren, Promenade ab 1886 angelegt | Ayuntamiento de Alicante |
| Palmeral von Elche | Unesco-Weltkulturerbe seit dem 30. November 2000, größter Palmenhain Europas | Unesco |
| Olivera Grossa, La Vila Joiosa | geschätzt auf rund 1400 Jahre (Alter umstritten) | monumentaltrees.com, La Cantimplora Verde |
| Geschützte Bäume in der Comunitat Valenciana | 2439 Exemplare (Stand 23. März 2023) | Generalitat Valenciana, CIEF |
Was sind diese riesigen Ficus im Parque de Canalejas in Alicante?
Es handelt sich um australische Würgefeigen, größtenteils Ficus macrophylla, dieselbe Art wie die berühmten Ficus von Valencia. Der Parque de Canalejas, ab 1886 als Promenade angelegt, ist der Ort in der Stadt mit der höchsten Dichte: Dort stehen mehrere monumentale Ficus zwischen 50 und 100 Jahren, deren Luftwurzeln beim Erreichen des Bodens regelrechte Säulen bilden. Es ist einer der beliebtesten Orte Alicantes im Sommer, wenn der dichte Schatten dieser Bäume den Park laut lokaler Presse in eine Oase verwandelt.
Die Stadtverwaltung von Alicante hat Informationstafeln aufgestellt, um diese monumentalen Ficus sichtbar zu machen, und die Grünflächenverwaltung betreibt laut Ayuntamiento de Alicante ein Schutzprogramm für die Luftwurzeln in vier bis fünf Metern Höhe: Sie werden mit einem Kokosnetz und einer Kunststoffschicht umwickelt, um Feuchtigkeit und Nährstoffe zu halten, mit Führungen, die die Wurzel bis zum Boden lenken.
Warum ist der Palmeral von Elche Unesco-Welterbe?
Weil er eine außergewöhnliche Agrarlandschaft darstellt, ein Erbe der Bewässerungssysteme aus der maurischen Zeit. Seit dem 30. November 2000 Weltkulturerbe, ist der Palmeral von Elche der größte Palmenhain Europas, mit geschätzt 200.000 bis 300.000 Palmen auf rund 500 Hektar. Der von der Unesco anerkannte Kernbereich umfasst allein 67 Gärten und fast 45.000 Dattelpalmen auf 144 Hektar.
Das meistbesuchte Herzstück ist der Huerto del Cura, ein Garten mit fast 1000 Dattelpalmen. Dort steht die Palmera Imperial, eine siebenarmige Palme in Kandelaberform, benannt zu Ehren der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, der berühmten Sisi, die den Garten 1894 besuchte, eine Verbindung, die für Leser aus Österreich und Bayern besonders vertraut klingen dürfte.
| Merkmal des Palmeral | Angabe |
|---|---|
| Unesco-Aufnahme | 30. November 2000 |
| Geschätzte Fläche | 200.000 bis 300.000 Palmen, rund 500 Hektar |
| Unesco-Kernbereich | 67 Gärten, fast 45.000 Dattelpalmen, 144 Hektar |
| Huerto del Cura | fast 1000 Dattelpalmen, darunter die Palmera Imperial |
Wo steht der älteste Baum der Provinz Alicante?
In La Vila Joiosa, in der Marina Baixa. Die Olivera Grossa, ein knorriger Olivenbaum in der Partida de la Era Soler, gilt laut monumentaltrees.com und La Cantimplora Verde als das älteste Lebewesen der gesamten Provinz, mit einem geschätzten Alter von rund 1400 Jahren. Ihr Stamm misst 8,9 Meter im Umfang, die Krone 11,5 Meter, bei einer Höhe von 7,5 Metern. Der Baum steht etwa 2 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, nahe der Einsiedelei von Sant Antoni.
Allerdings ist dieses Alter umstritten. Eine Studie zu Olivenbäumen, typischen Bäumen mediterraner Ökosysteme, setzt deren maximales Alter eher bei rund 700 Jahren an, was die Rechnung von 1400 Jahren infrage stellen würde. Wir weisen darauf hin, ohne selbst zu entscheiden. So oder so beherbergt die Comunitat Valenciana eine der weltweit höchsten Dichten an jahrtausendealten Olivenbäumen.
Stehen diese Bäume offiziell unter Schutz?
Ja, über den Catálogo de Árboles Monumentales y Singulares de la Comunitat Valenciana, ein offizielles Register, das vom Centro para la Investigación y Experimentación Forestal (CIEF) der Generalitat Valenciana geführt wird, eingerichtet durch das Regionalgesetz 4/2006. Ein Baum kann anhand des Stammumfangs, eines Mindestalters von 500 Jahren bei bestimmten Arten oder eines von Fachleuten berechneten Monumentalitätskoeffizienten aufgenommen werden. Bei der letzten Aktualisierung am 23. März 2023 zählte der Katalog laut Generalitat Valenciana 2439 Exemplare, was die Comunitat Valenciana zur Region mit den meisten geschützten Bäumen Spaniens macht.
Die Provinz Alicante ist darin gut vertreten. Allein die Dattelpalme zählt 53 geschützte Exemplare, viele davon in Mutxamel, während l'Alfàs del Pi laut Generalitat Valenciana 8 Exemplare aufweist. Auch die Rathäuser können selbst vorschlagen, einen Baum als lokal bedeutsames Naturdenkmal einzustufen.
Wo siehst du weitere bemerkenswerte Bäume an der Costa Blanca?
Fast überall in der Provinz, an der Küste wie im Landesinneren. Hier ein paar leicht auffindbare Orte, gut zu kombinieren mit einem Spaziergang, einem Tagesausflug oder einer Wanderung im Hinterland.
| Ort | Bemerkenswerter Baum |
|---|---|
| Parque de Canalejas, Alicante | jahrhundertealte Ficus mit Luftwurzeln |
| Huerto del Cura, Elche | fast 1000 Dattelpalmen, darunter die Palmera Imperial |
| Olivera Grossa, La Vila Joiosa | Olivenbaum, geschätzt auf rund 1400 Jahre (Alter umstritten) |
| Mutxamel | geschützte Dattelpalmen im regionalen Katalog |
Häufig gestellte Fragen
Kann man den Palmeral von Elche kostenlos besuchen?
Ein großer Teil des Palmenhains, etwa der Parque Municipal, lässt sich frei in der Stadt erkunden. Der Huerto del Cura hingegen ist ein umzäunter botanischer Garten, den man mit Eintrittskarte besucht.
Warum gibt es so viele Palmen in Elche?
Der Palmenhain ist das direkte Erbe der Bewässerungssysteme und der Dattelpalmenkultur aus der maurischen Zeit, ein landwirtschaftliches Wissen, das die Unesco 2000 gezielt schützen wollte.
Was ist der älteste Baum der Provinz Alicante?
Die Olivera Grossa von La Vila Joiosa gilt oft als das älteste Lebewesen der Provinz, mit einem geschätzten Alter von rund 1400 Jahren. Diese Zahl ist allerdings umstritten, da eine Studie das maximale Alter von Olivenbäumen eher bei rund 700 Jahren ansetzt.
Sind die Ficus von Alicante dieselbe Art wie die von Valencia?
Ja, größtenteils Ficus macrophylla, eine australische Art, dieselbe wie bei den riesigen Ficus der Glorieta und des Parterre in Valencia. In Alicante konzentrieren sie sich vor allem im Parque de Canalejas.
Quellen
- Unesco (Aufnahme des Palmeral von Elche ins Weltkulturerbe)
- Ayuntamiento de Alicante (monumentale Ficus im Parque de Canalejas und Wurzelschutz)
- monumentaltrees.com und La Cantimplora Verde (Olivera Grossa, La Vila Joiosa)
- Generalitat Valenciana und CIEF (Catálogo de Árboles Monumentales y Singulares, Gesetz 4/2006, Stand 23. März 2023, 2439 Exemplare, davon 53 Dattelpalmen und 8 Bäume in l'Alfàs del Pi)
Stand: August 2026. Das Alter der Olivera Grossa (rund 1400 Jahre) ist eine geschätzte und unter Fachleuten umstrittene Zahl, wir geben sie ohne eigene Wertung wieder. Fakten abgeglichen und neu verfasst, nicht aus der Quelle kopiert. The Daily Costa Blanca ist eine KI-gestützte Publikation mit menschlicher Redaktion, die die volle redaktionelle Verantwortung übernimmt.
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